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Rodelbahn, Rückewege und Rauhfußhühner
Ramsauer CSU diskutiert unter dem Motto „Jetzt red i“

2010-Wir-vor-Ort-5-1-060310-Jetzt-red-iHauptthemen bei der Diskussion „Jetzt red i“ zu der die Ramsauer CSU ins Hotel „Rehlegg“ eingeladen hatte, waren die geplante Rodelbahn am Hochschwarzeck und die Baulandausweisung in der Ramsau.

Christian Riehl, der Geschäftsführer der Hochschwarzeck Bergbahn GmbH, gab den Anwesenden einen umfassenden Einblick in das Rodelbahnprojekt am Hochschwarzeck.
Auf der Suche nach Möglichkeiten die Attraktivität der Seilbahn zum Hirscheck zu steigern, habe sich das Ramsauer Bürgerunternehmen bewusst gegen Schneekanonen und für eine naturnahe Maßnahme entschieden.

Auf der bestehenden Rodelbahn sei die Kombination von Rodlern und Fußgängern auf der selben Strecke ebenso problematisch, wie die große Entfernung des Bahnendes zur Talstation. Seit längerem bestehe Bedarf für einen Rückeweg zur Bewirtschaftung der Privatwälder im Umfeld der Sesselbahn.
So liege es nahe, diesen Weg so anzulegen, dass er auch als Rodelbahn geeignet ist. Dadurch gelangen die Rodler zukünftig direkt zur Talstation. Auch die Sicherheit wird durch die Trennung von Rodlern und Fußgängern erhöht.
Rodellegende Georg Hackl, steht ehrenamtlich für die Bewerbung der Rodelbahn zur Verfügung. Zwei Waldbauern haben sich bereit erklärt, die nötigen Ausgleichsflächen zur Verfügung zu stellen.
Umfangreiche Gutachten zur Umweltverträglichkeit wurden eingeholt. Obwohl die Streckenführung zur Umgehung der Balzplätze von vier Rauhfußhühnern geändert wurde, steht auch nach sechs Jahren die endgültige Genehmigung immer noch aus.

Ein zweites Hauptthema war die Baulandpolitik in der Ramsau.
Von Helmut Dunkel kam der Hinweis, bei der Baulandausweisung dürfe man sich nicht nur nach den Interessen eventueller verkaufsinteressierter Grundeigentümern richten, sondern solle sich vorher über das künftige Ortsbild der Ramsau Gedanken machen. Bernd Kubike beklagte, dass er zuziehende Mitarbeiter oft nur in Ferienwohnungen unterbringen kann. Er plane daher selbst Wohnungen zu errichten.

Bürgermeister Gschoßmann berichtete, dass die Gemeinde derzeit den Bedarf an Baugrund, aber auch Mietwohnungen erfasst, die Interessenten sollten ihren Bedarf anmelden. Beim Flächennutzungsplan sei man zuversichtlich , gemeinsam mit den anderen Gemeinden des Talkessels schnell und kostengünstig zum Ziel zu kommen. Da die erhofften Fördermittel für das Gemeinschaftsprojekt aber bis jetzt fehlen, muss die Gemeinde überlegen unabhängig den Flächennutzungsplan zu überarbeiten. Baureferent Richard Graßl, betonte angesichts der Befürchtungen aus der Bevölkerung: „Die Landschaft ist unser Kapital!“ daher beschränke die Gemeinde den Flächenverbrauch auf das notwendige Maß.

Peter Keilhofer erkundigte sich, ob die, wegen der Finanznot ausgesetzte, Kulturlandschaftsprämie der Gemeinde im nächsten Jahr wieder fließe.
2. Bürgermeister Josef Maltan betonte, dass ihm das immer ein Anliegen gewesen sei. Die Gemeinde steht hier im Wort. Er könne sich aber vorstellen, das System zu ändern und über die Verteilung dieser Mittel zukünftig die Landwirtschaft selbst entscheiden zu lassen.
Zu den privaten Kraftwerksplänen am Felsentor wurde berichtet, dass die Vermessungsarbeiten in diesem Bereich die Grundlage für die Überprüfung der Hochwassersicherheit für die Bundesstraße sind.

(Berchtesgadener-Anzeiger vom 08.12.2010)

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